Lang, lang ist's her. Viele Menschen und einige Liebschaften sind über die Jahre gekommen und manche auch wieder gegangen. Ein paar von ihnen wollte bleiben, durften aber nicht und andere wollten nicht, aber ich musste sie los lassen.
Jetzt ist mein fünftes Jahr(mit Fotolog)... Viele Gefühle stecken auf dieser Seite. Viel Freude, ein bisschen Hoffnung, etwas Glück aber überwiegend Tränen und Herzblut.
Es ist komisch zu wissen, dass man sich weiterentwickelt hat, aber im Großen und Ganzen das selbe verletzliche, sensible, liebende Wesen geblieben ist, welches man schon immer war.
Selbst über so viele Jahre kann ein Mensch seinen Kern nicht änder. Nicht dass ich das versucht oder gewollt hätte, aber ich hatte gehofft... mir sehnlichst gewünscht, dass ich stärker werden würde.
Aber im Grunde bin ich nur eine noch bessere Schauspielerin geworden.
Ich habe meine Rolle so gut gespielt, dass ich manches Mal selbst auf mich reinfiel.
Doch ich weiß, dass ich aufrichtig sein muss, wenn zu niemanden sonst, wenigstens zu mir, denn das bin ich mir und meiner Seele schuldig.
Ich hab in den vergangen Jahre so viel erlebt und so viel durchgemacht, dass ich dachte jetzt zu wissen was gut und richtig für mich ist. Doch ehrlich gesagt bin ich was das angeht nicht wirklich voran gekommen.
Ich schaffe es immernoch aus einem augenscheinlich nettem Leben ein Disaster zu machen, aus einer Mücke einen Elefanten und aus einem Haustier eine Tasse Crack.
Was ich nicht schaffe ist aus einem Traum Realität zu machen, aus einem Wunsch bare Münze und aus einer scheinbar aussichtslosen Lage eine helfende Hand anzunehmen.
Ich reite mich von einer Scheiße in die nächste, als wäre ich ein Chaosjunky.
So wie andere täglich ihren Kaffe trinken und ihre Schachtel Zigaretten rauchen so stürze ich mich Tag ein, Tag aus vom Himmel in die Hölle.
Doch was soll man tun wenn man weiß was einen glücklich machen würde, das aber unmöglich zu bekommen ist? Was wenn man vor dem Schaufenster steht und sein Traumkleid sieht, aber nicht genügend Geld hat? Wenn man den Traummann einfach gehen lassen muss?
Das frustriert... ungemein.
Und man hat nicht mal eine Chance gehabt das Kleid anzuprobieren. Man hat einfach keine Möglichkeit dem Traumann nur annähernd das zubieten was er verlangt um einen zu behalten.
Es ist als würde ich am Bahnhof aus dem Zug steigen und sehen, dass er auf mich wartet. Er lächelt und winkt und ich werde innerlich ganz warm und kribbelig und fange an schneller zu gehen. Doch kurz bevor ich ihn erreicht hab überholt eine wunderschöne, junge Frau mich und fällt ihm um den Hals und er hat nur noch Augen für sie.
Es dauert keine Sekunde und mein Herz ist in eine Million Teile zerbrochen.
Dieser Schmerz, diese Trauer und diese Sehnsucht werden mich noch Monate quälen.
Da war er... mein Traummann... mein Ein und Alles... der Eine dem mein Herz gehörte.
Man setzt einfach alles auf diese eine Karte.
Man gibt sein Leben auf um bei ihm zu sein.
Man hört auf zu atmen um sein Herz schlagen zu hören.
...
Doch dann verschwimmt das Spiegelbild im See.
Der Spiegel bekommt Risse und alles wird dumpf und leer.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt.
Am schlimmsten ist die traurige Gewissheit die man tief in sich spürt,... zu wissen das man nie gut genug sein wird. Out of his league.
Und obwohl es so weh tut, dass ich mir manchmal wünsche nicht mehr und nie wieder zu fühlen, zu lieben, zu leiden ist es wohl doch genau das, was uns ausmacht.
Wahrscheinlich wird es noch einige Monate dauern, vllt sogar ein halbes oder ein ganzes Jahr, bis ich mich erholt habe. Aber immerhin geht mir so der Stoff zum Schreiben nicht aus und das ist gut, denn wer weiß wem es nicht grade ähnlich oder genauso geht.
Ich wäre froh wenn ich jemanden hätte, der mir durch solche Zeiten hilft.
Einfach jemanden der zuhört, der mich in den Arm nimmt und mir das leere Versprechen gibt, dass es wieder gut wird.
Ich möchte einfach reden und weinen und alles raus lassen, nur einmal, nur einen Tag.
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