Montag, 7. Oktober 2013
Die Utopie
Wie nennt man es wenn man eine Wunschvorstellung hat, von einer "Welt" in der es nicht nur anders ist als in dieser, sondern in der es einfach nur unbeschreiblich perfekt ist? Utopie.
Es ist schrecklich, aber seit Anfang des Jahres mache ich mir etwas vor. Lächle obwohl ich traurig bin, nicke mit dem Kopf und stimme zu obwohl mir nach weglaufen zu mute ist. Es scheint man kann wirklich blind vor Liebe sein, seine Augen verschließen vor den Fehlern und der Unfähigkeit des Partner - aber das funktioniert nicht dauerhaft.
Ich bin hin und her gerissen, zwischen nicht aufgeben und einsehen dass meine Wünsche Träume bleiben und meine Hoffnungen vergebens sind.
Die nahe liegenste Entscheidung wäre ihn zu verlassen und mein Baby alleine groß zu ziehen. Viel Unterschied zum jetzigen Leben hätte es nicht, da er sich ohnehin nicht für dieses Würmchen interessiert und es nur als störend und Geld-schluckend empfindet. Mit der Ausnahme dass ich(!) meine Ruhe finden würde und nicht mehr diesen Streitereien ausgesetzt wäre. Vielleicht würde ich auch irgendwann jemanden kennen lernen, der mich auf Händen trägt oder zumindest so liebt wie ich bin und für meinen kleinen Engel das selbe Empfindet. Und selbst wenn ich lange allein bleiben sollte, wäre das wohl möglich immer noch besser als mit einem Typen zusammen zu bleiben der mir das Leben unnötig schwer macht und sein eigenes Kind als Dorn im Auge wahrnimmt.
Doch ist das alles nicht so einfach, immerhin waren wir ja mal glücklich aber wenn er - obwohl er weiß was schief läuft - sich nicht die Mühe macht an sich zu arbeiten, macht es dann noch einen Sinn auf bessere Zeiten zu hoffen?
Ich wage zu bezweifeln dass alle Männer ihre schwangeren Freundinnen so behandeln wie er mich behandelt.
Ich darf weder erwähnen dass ich schwanger bin, noch irgendein Wort darüber verlieren was sich grade bei Baby entwickelt, wie große/schwer es jetzt ist oder wie mein Gyn-Besuch war. Die Ultraschallbilder werden sich 3sek lang angeschaut und mit dann weggelegt und für meine Weh-Wehchen wird ohnehin nichts getan.
Als ich in den ersten Monaten unter starker Übelkeit litt, war es zu viel Arbeit mir einen Tee zu kochen, nur unter murren und knurren und meckern wurde das an den Tagen gemacht an dem wirklich nichts mehr ging.
Vor wenigen Wochen bin ich beim Einkaufen ohnmächtig geworden und alles was ich zu hören bekam war, dass es peinlich war, weil alle geguckt haben und bei jedem Einkauf den wir danach zu zweit hatten kam "Und? Kippst Du heute wieder um? Denn setzt Dich gleich dahin!"
Nun bekam ich vom Gyn Tabletten verschrieben weil mein Blutdruck zu hoch ist und dafür wurde mir auch ein schlechtes Gewisse gemacht, ob die wieder 30€ kosten würden, wie die anderen scheiß Tabletten (Femibion Schwangerschaft 2)und oooh Überraschung sie waren umsonst. Als ich antwortete, dass ich die Blutdrucktabletten bräuchte, selbst wenn sie 50€ kosteten wurde ich nur böse angesehen.
Beim Einkaufen darf ich unter keinen Umständen in der Baby-Abteilung landen, stehen bleiben und gucken. Dazu sei gesagt, ich bin im 5.Monat schwanger und habe NOCH NICHTS für das Baby gekauft, weil ich nicht durfte.
Egal was es ist, es ist Schwachsinn und das Baby braucht das nicht. "Wozu Trinkflaschen?? Ich denk Du willst stillen??" Ist das nicht traurig?
Ich bettel nun schon seit einigen Wochen um ein Seitenschläferkissen, was später auch als Stillkissen dienen kann, sowie evtl als Nestchen im Laufgitter. Es kostet 8,99€ Plus 4€ für einen oder zwei Bezüge. Ist nicht die Welt oder? Anscheinend ja doch, denn das könne ich ja kaufen wenn das Baby da ist (genauso wie Nullis, Baby Nagelpflege Set, Windeln, Strampler, Nachtlicht, Hochstuhl, Bettwäsche ect.pp.)
Einige werden mich sicherlich verurteilen, wie ich mit so einer schrecklichen Person ein Kind zeugen konnte... aber ich versichere euch, er war nicht immer so. Um ehrlich zu sein war ich diejenige die nicht unbedingt Kinder wollte, die sich nie damit anfreunden konnte irgendwann mal Mutter zu werden. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kinder und komme mit ihnen super zurecht (in meiner Familie gibt es viiiiiiiiiiiele Kinder von 0-8) aber ich selbst wollte das nie.
Als ich dann erfuhr das ich schwanger bin habe ich Tage lang nur geweint, während er sich anfangs total gefreut hat und dann gab es einen Umschwung. Ich las mich in die Thematik ein, was mein Baby jetzt für Bedürfnisse hat, was ich als Schwangere tun kann damit es Baby im Bauch gut geht und er... distanzierte sich, weigerte sich mir zu zuhören oder selbst mal was zu lesen.
Alles was ihn nach wie vor interessiert sind seine Kinder-Comics von Spiderman und seine Computer Spiele. Wenn er am Wochenende von morgens bis abends davor sitzen darf und ich ihn in ruhe lasse ist alles supi, aber wehe ich möchte was von ihm (mal an die frische Luft mit den Hunden, zu meiner Cousine oder einfach nur mal fix zum Bäcker ein Stück Kuchen (selber backen darf ich ja nicht), dann ist wieder halligalli.
Einige vertraute Leute wissen einiges davon, wie er sich verhält und was er so mit mir macht - sagten mir aber ich solle die Zähne zusammen beißen, es würde sich schon legen und wenn das Baby da ist wird alles gut.
Aber was wenn nicht? Das Würmchen wird vermutlich auch nachts mal weinen und dann wird er sich aufregen weil er nicht schlafen kann und früh raus muss zur Arbeit. Nachdem er Feierabend hat werde ich sicherlich auch noch eins, zwei Sachen von ihm verlangen und er wird genervt sein, weil er nicht spielen kann. Unser kleines wird über die Jahre einiges an Geld schlucken, selbst wenn man darauf achtet wo man die Kleidung kauft und nicht das teuerste nimmt, aber das wird Geld sein was ihm fehlt damit er sich seine neue Konsole und neue Spiele kaufen kann.
Mich stört das ehrlich gesagt nicht, denn ich freu mich auf mein Baby und ich würde mich lieber mit Babykram eindecken als selbst shoppen zu gehen (was ich im übrigen auch nicht darf).
Aber leider wird diese Freude durch ihn sehr gedämpft, weil ich mir doch arge Sorgen mache wie es weiter gehen soll.
Ich leide seit meiner Kindheit unter Neurodermitis und in den letzten 2 Jahren war ich glücklicherweise davon eher verschont gewesen aber durch diesen Psychoterror den er mit mir abzieht sehe ich zur Zeit schrecklich aus. Überall zerkratzt und aufgerissene Haut, Hautflechten die sich von den "regulären" Stellen immer weiter ausbreiten und die Creme die dagegen gut hilft kann ich kaum benutzen (bzw nicht in dem Maße dass sie hilft) weil die 6€ die sie kostet (dafür reicht sie ca 6 Monate) zu viel sind um sie nachzukaufen.
Ich glaube ich mache mir wirklich etwas vor wenn ich denke es wird besser wenn das Baby da ist. Aber was soll ich denn tun, wo sollen wir hin?
Hinterher heißt es ohnehin ich wäre die dumme, weil ich ihn verlassen habe und mir das ja selbst ausgesucht hätte alleinerziehend zu sein.
Vielleicht bin ich zur Zeit nicht einfach, aber ich bin auch nicht schwieriger als sonst. Ich mache mir eben nur Gedanken und die sind, meiner Meinung nach bei so einem Verhalten, gerechtfertigt.
Aber leider läuft einem der Traumprinz nicht mal eben über den Weg.
Dienstag, 27. August 2013
Baby Blog
Ich habe das Internet durchstöbert auf der Suche nach einem fesselnden Baby Blog aber ich habe keinen gefunden. Das liegt wohl daran, dass jede Mama ihr Baby am interessantesten findet und jede Mama möchte ihre eigenen Erfahrungen machen und teilen. Ich hatte kurzzeitig auch darüber auch einen Baby Blog anzufangen, aber ich denke mal, dass es vielen werdenden Mamas so gehen wird wie mir, dass sie statt meine Erfahrungen zu lesen eher ihre eigenen machen möchten. Es mag sein, dass bei negativen Ereignissen es tröstlich ist gleichgesinnte zu finden, doch ist es bei so erfreulichen und glückbringenden Geschehnissen doch eher etwas anderes.
Also: Kein Baby Blog.
Mir bleibt lediglich der verbale Austausch mit "frisch-Mamis" oder anderen werdenden Mamis. Mein Glück besteht darin, dass meine Familie sehr "wurf-freudig" ist, von daher ist das anscheinend wirklich eine Sache bei der ich kein Internet brauche. Deshalb habe ich wohl auch 3 Monate damit gewartet. Haha! ^^
Mittwoch, 22. Mai 2013
Beziehungsunfähig
Beziehungsfähig. Das ist etwas zu dem man sich konkret entschließen muss. Wir leben in einer weg-werf-Gesellschaft, etwas was zu viel Verschleiß hat, unbequem wird, kaputt ist wird ausgetauscht. Niemand macht sich die Mühe es aufzuarbeiten, zu reparieren. Eine unbequeme Wahrheit, finde ich. Natürlich ist es leichter einen Schlussstrich zu ziehen, sich neu zu verlieben. Ich bin ein Mensch der verliebt ins verliebt sein ist. Einen neuen Menschen zu entdecken ist aufregend und durchaus befriedigend aber dann, wenn man alles entdeckt hat muss man sich einer weiteren unbequemen Wahrheit stellen: man fängt bei null an. Man muss diesen neuen Menschen darauf vorbereiten, ihn an die Hand nehmen und behutsam dorthin führen, ihn nach und nach zeigen wer man ist, wie viele Fehler und Macken man hat, wie verrückt man ist, wie kaputt und zerbrochen. Man darf nicht von ihm erwarten, dass er einen repariert, vorübergehend zusammen flickt. Anfangs mag das für diesen neuen Menschen nichts sein, was er als große Hürde sieht, aber nach einiger Zeit wird beiden klar, dass das eine unauszuführende Aufgabe ist, eine Hürde die man nicht meistern kann. Und wieder trennt man sich, sucht sich was neues und das Elend, das Leid, die Tragik nimmt erneut ihren Lauf. Man darf nicht erwarten, dass es auf dieser Welt diese eine Person gibt, die das mit Leichtigkeit meistert. Dass es einen Menschen gibt, der sich das zur Lebensaufgabe macht. Im Endeffekt wäre man nur mit einer Person glücklich und zufrieden, wenn derer inneren Dämonen kompatibel mit den eigenen sind. Aber wer macht sich die Mühe sich so preis zu geben? Da ist es wesentlich einfacher von vorne weg zu sagen: "Ich bin beziehungsunfähg." Einen Menschen wird es immer geben, der versucht einen zu reparieren, bis zu dem Zeitpunkt an dem es knallt und man wieder getrennte Wege geht. Und dann löst man es ganz bequem. "Ich hab' Dir doch gesagt, ich kann das nicht." Und man bleibt einsam zurück. Klingt verlockend, oder? Keine Verpflichtungen und dennoch alle Vorteile einer Beziehung genießen. Wenn es zu anstrengend wird nimmt man die Ausfahrt. Aber, jetzt kommt mein persönliches dickes, großes ABER, vielleicht lohnt sich die Anstrengung, vielleicht zahlt es sich aus, wenn man sich öffnet und seine Macken und Fehler preis gibt und sich darauf einlässt, repariert zu werden. Mit Glück oder Pech werde ich es herausfinden.
Montag, 20. Mai 2013
Pfiffi
Ich wünschte die Menschen wären weniger "ich-bezogen" und würden mehr Rücksicht auf ihre Umwelt nehmen. Wenn ich so neben ihm sitze und er unaufhörlich vor sich hin meckert und blubbert, über kleinste Belanglosigkeiten, so möchte ich ihm am liebsten nehmen und ihm mein Knie in die Fresse rammen. Würde er sich doch nur Gedanken um die wichtigen Dinge im Leben machen, doch die werden bis auf den letzten Drücker aufgeschoben, weit hinten im Hirn versteckt und verdrängt. "Kann ich doch nichts für"... ich schwöre, wenn ich diesen Hirnlosen Spruch noch einmal höre, dann packe ich ihn an seinen Haaren und donner seinen hohlen Schädel gegen die Wand. Es gibt dutzende Dinge für die er was kann, die meisten Dinge wegen derer ich mies drauf bin sind allein von ihm verursacht. Man kann es ihm lang und breit erklären, ich bin gut im erklären. Ausführlich, sachlich, ... für Doofe nicht zu vergessen. Dennoch geht das nicht in sein zermatschtes Gehirn. Erst wenn ich zur Tür raus bin, nicht mit einem Bein, sondern mit beiden, dann kommt er winselnd wie ein Köter auf mich zu, leckt mir die Knöchel, fleht mich an nicht zu gehen, verspricht sich zu bessern. Nun geben wir Pfiffi so circa zwei Wochen Zeit und das ganze Theater geht von vorne los. Er will sich nicht ändern. Man kann es ihm sooft in die Stirn ritzen wie man will, er lernt nicht, weder aus seinen Fehlern noch sonst irgendwie. Er ist wie ein Kleinkind, ein fetter Fünfjähriger, mehr Auffassungsgabe hat er nicht. Hat grade gelernt wie er sich am Pimmel spielt und tut als wäre er schon erwachsen. Doch was es heißt erwachsen sein zu müssen, das weiß er nicht. "Wird schon alles gut", kommt es aus seinem Schandmaul, aber da spricht nicht der hoffnungsvolle Optimist, da spricht der kleine Junge, der nicht einsehen und verstehen will, dass nicht einfach so immer alles gut wird. Damit etwas gut wird, muss man auch was dafür tun. Aber er hat nicht die Fähigkeiten das zu verstehen, ob ich es ihm erkläre oder nicht, ihm ein Bild male oder vortanze. Sabbernd sieht er mich mit leeren Augen an, widert mich an, treibt mich in die Wahnsinnigkeit. "Und doch..." wollt ihr hören, ein Happy End, ein "aber ohne ihn kann ich nicht leben" oder "dennoch ist er alles was ich begehre" - aber so etwas bekommt ihr von mir nicht. Es gibt kein Happy End, nicht für jeden von uns und ich vermute eher für die wenigsten. Mein Happy End ist der Tag an dem ich einschlafen und nie wieder aufwachen muss um mir dieses verblödete Gesindel anzutun.
Samstag, 18. Mai 2013
One Love, ... Endless
Ich habe Dich geliebt.
Schönstes Geschöpf auf Erden, mit Deiner blassen, zarten Haut. Du hast so verzaubernde Augen gehabt. Ich hasse braune Augen, so gewöhnlich und nichts-sagend. Deine Augen strahlten wie das Meer nach einem Sommergewitter. Du hast keine Ahnung wie sehr ich diese grünen-schimmernden Farben mag, sie waren das Ursprüngliche, das Vollkommene an Dir. Du hattest so samtiges Haar, ... als wir uns kennen lernten trugst Du Dein Haar verfilzt, kleine Dreadlocks bildeten sich. Du sahst aus wie ein Straßenhund den ich retten müsste, während Du einem echten Straßenhund die Pfote verbandst. Es war ein schöner Hund, aber wie sein Fell aussah, daran erinnere ich mich nicht mehr. Doch an Dein rötliches Haar erinnere ich mich, an das Gefühl Deiner Haare auf meiner Haut, an ihren Geruch und sogar an ihren Geschmack.
Später hast Du sie Dir abgeschnitten, trugst eine - für uns - modische Frisur. Trugst sie kurz, hast sie eingefärbt. Rot und blond und grün... doch niemals vergesse ich ihre natürliche Farbe, ihren natürlichen rot Schimmer.
Es dauerte nicht lange und Du hattest kein Haar mehr. Erst war ich schockiert, wollte Dich nicht ansehen, aber Deine wärmenden, vertrauten Augen flehten, bettelten ich solle Dich ansehen. Es dauerte, doch die Liebe zu Dir war groß, ich liebte Dich, auch ohne Haar. Ich ermutigte Dich, Du brauchtest keine Kapuze, überflüssig. Dein nackter Kopf war schön, alles an Dir war schön. Ich küsste Deinen kahlen Kopf, immer und immer wieder. Sah Dir tief in Die Augen, sagte Dir wie sehr ich Dich liebe.
Wir fanden schicke Mützen, bald wurden sie zu Deinem Markenzeichen. Es gefiel Dir, wie sie mir an Dir gefielen. Es gefiel Dir, wie Du mir gefielst. Doch Du fingst an mich zu vergessen. Liest mich zu oft zurück, zu oft alleine. Du fingst an Geheimnisse vor mir zu haben. Andere Dinge waren wichtiger als ich, waren Dir wichtiger als meine Liebe zu Dir. Ich ging, verließ Dich, obwohl ich versprach es nie zu tun. Du liefst mir hinterher, wolltest und konntest nicht ohne mich. Ich schrieb Dir Briefe, Lieder, Gedichte. Du warst traurig, sagtest ich täte Dir unrecht.
Es war ein Tag im Sommer, unverhofft kommt oft und so oft kamst Du. Hast auf mich gewartet im Schatten der Bäume, lässig auf einer Bank. Fingst mich ab, hieltest mich fest. Deine sanften Lippen auf meinem Mund. Mein Magen drehte sich, mein Herz raste, meine Hände zitternd, die Knie weich.
Du sagtest Du wartest am Brunnen, um acht.
Um halb neun riefst Du mich an... unter Tränen hob ich den Hörer ab. "Es ist vorbei!" Deine Worte zerrissen mein Herz. Ich bin nicht erschienen und habe somit Dir Dein Herz gebrochen. Es sollte ein Neuanfang werden. Ich konnte aber nicht. Ich liebte Dich so sehr, ... so unendlich. Ich wusste, ich wäre nie genug für Dich. Du wolltest die Welt, ich wollte nur Dich. Du warst so jung, so wild, so neugierig. Ich war blind. Du hast für mich die schönsten Lieder gesungen, die tollsten Dinge getan aber mir ein ums andere Mal das Herz gebrochen, jedes Mal wenn Du mich belogen und betrogen hast. Ich sage nicht, dass Du mich nicht geliebt hast, aber Du hast nicht das empfunden was ich empfand.
Jede Sekunde mit Dir war ein Geschenk für mich. Jeder Kuss glich dem eines Engels. Jedes Wort erfüllte mein Herz mit Liebe. Aber, immer wenn Du fort gingst hast Du mich innerlich zerrissen. An dem Abend, um acht, übergab ich mich. Ich weinte und konnte nicht aufhören. Ich musste Dich gehen lassen, obwohl ich nicht wollte. Und so verließt Du mich, wütend und verletzt.
Doch wirst Du nie verzeihen und wohl nie verstehen, dass ich dies tat, ... alles nur tat... weil ich Dich liebe.
Ich bin voll glücklich,...ohne Dich, Marv!
Ist es echt schon mehr als ein Jahr her?
Aber letztes Jahr war ich doch schon so sonnengebräunt und ich war so unendlich traurig,...
So traurig, dass ich mich an jeden Tag des letzten Jahres erinnern kann, an jedes Detail.
Ich hatte nichts anderes zu tun, ich hatte nur die Melancholie und die Gedanken an Dich. Aber nichts nahm mich so sehr ein, dass ich die Tage des Jahres vergessen könnte. Es hat seit dem so einiges an Veränderungen gegeben. Leute kamen und gingen, der Sommer war warm, es regnete viel, der Winter war zu kalt und zu lang. Der Frühling kam erst vor kurzem und ziemlich plötzlich, so wie Du damals und wie Du ist auch er nicht lange geblieben. Ich sehe die Leute auf den Straßen, junge Kerle, Mitte zwanzig. Sie tragen diese Retro-Sonnenbrillen, wie Du. Einige haben die selbe Frisur wie Du. Aber niemand von ihnen Spricht wie Du, strahlt wie Du, verführt wie Du. Ich beobachte sie, aber keiner weckt mein Interesse. Kein Lächeln meinerseits.
Ein Jahr ist es her.
Ich bin voll glücklich,...ohne Dich, Marv.
Sieht man doch.

Mittwoch, 15. Mai 2013
Was denkst Du, wer bin ich?
Und die Leute denken immer noch man sei doof. Sie versuchen alles, damit es sich um sie dreht um sich dadurch für sie selbst wichtig zu fühlen. Sie hoffen der Grund, ein Auslöser oder ein anderer Teil der Tragik einer anderen Geschichte zu sein, einer Geschichte die einem anderen Menschen gehört. Stehlen und klauen deren Gedanken und Gefühle und erhaschen so das Mitgefühl anderer Leute.
Wenn nur jeder Mensch sich um seinen Haufen vor der Tür kümmern würde, so wäre so vielen anderen schon geholfen. Doch die Probleme und Befindlichkeiten anderer sind immer so viel Interessanter und wenn man dann etwas gefunden hat, was tragisch und doch harmlos genug ist verkauft man es und schreit es in die Welt hinaus.
Doch es tut mir leid, denn niemand dieser sich selbst so fremden Menschen ist Teil meiner Geschichte und erst recht kein Teil meiner Gefühle. Sie haben keinen Einfluss mit ihren Worten und Taten. Und so sehr sie sich "bemühen" mich zu verstehen oder auch nur vorgeben mich verstehen zu wollen, weil ich eventuell einmal ihre Wege gekreuzt habe, werden sie es doch nicht schaffen. Da ist es völlig nebensächlich ob meine Nachrichten direkt, kryptisch, offen und ehrlich, fiktiv oder sonst was sind.
Zum Glück bin ich von Natur aus distanziert und kühl. Erschütternd für die offenen und warmherzigen Menschen, dennoch sehr tapfere Leute die trotz dieser grausamen Gesellschaft es immer wieder schaffen vorurteilsfrei zu sein und jedem seine verdiente Chance geben.
Genug für heute, nun werde ich ein Buch lesen. Ein Buch über einen pädophilen Kindermörder. Was sagt das jetzt über mich? ...
Montag, 13. Mai 2013
"S'läuft!"
Sagen Tränen wirklich mehr als so viel Worte, wenn man auf Kommando weinen kann?
Wobei dies keine Königsdisziplin ist, überzeugend zu lachen ist durchaus schwerer.
Nun ja, für mich persönlich nicht, aber viel zu viele Menschen verraten sich durch ihre Augen.
Dennoch ist es ziemlich ernüchternd wenn man anderen Menschen gegenüber nicht man selbst sein kann, denn sie wüssten nicht damit umzugehen, wenn man sich ihnen so teilnahmslos und gefühlskalt gibt.
Wobei ich das nicht einmal bin, ich habe viele Gefühle, die unterschiedlichsten für jeden von allen. Aber wenn ich mit einer Sache abgeschlossen habe, dann ist das nichts weiter. Keine Reue, kein Mitleid, kein Bedauern und kein sanftmütiges schwelgen.
Wenn man denn so leicht abschließen kann.
Manche Menschen sortiert man aus wie löchrige Socken, andere aber kann man nicht aussortieren, das ist wie mit der lieblings Jeans, vielleicht passt sie einem ja doch irgendwann wieder.
Über solche Dinge mache ich mir zwar dann und wann Gedanken aber ziehe sie niemals in Betracht.
Ehrlich gesagt könnte jetzt jeder X-beliebige Mensch an meine Tür klopfen und... ich würde sie wortlos wieder schließen, nachdem ich das Gesicht erblickt hätte.
Wortlos, das kann ich jetzt übrigens gut.
Aber ich will nicht abschweifen. Wie würde ich es gerne beschreiben? Ich habe mich abgefunden, angepasst, zufrieden gegeben, arrangiert. Natürlich denkt man hin und wieder über dies und das nach, aber wozu sich den Kopf zerbrechen, wenn im Endeffekt keine passable Lösung dabei rum kommt?
Wie sagte eins ein "Kahlkopf" so schön? "S'läuft!" Und das tut es auch, mal mehr, mal weniger, mal holpriger, mal besser. Aber Hauptsache es bewegt sich, nichts ist schlimmer als Stillstand. Dann gehe ich doch lieber das ein oder andere Mal zwei Schritte (oder mehr) zurück um dann mit Anlauf weiter zu machen. Und wenn man dabei des öfteren Mal lacht und froh aussieht, ohne glücklich zu sein oder dann und wann mal eine Träne rausquetscht um etwas zu bekommen was man gerne hätte ist das meiner Meinung nach okay. Man muss nur aufpassen, dass man niemanden verletzt bei dem es einen leid tun würde.
Freitag, 3. Mai 2013
Das Ende vom Lied
Wirst Du Dich an meinen Namen erinnern wenn ich gehe?
Ich meine, Du weißt dass das was ich getan habe so verdammt falsch war.
Ich habe mir ein Messer in die Brust gestochen, ich kann nicht mehr atmen.
Bitte vergiss alle mein Fehler.
Ich nehme die Ausfahrt und lasse meine Freunde und Familie zurück.
Ich lasse mein Leben hinter mir, ich lasse Dich hinter mir, ich lasse alles hinter mir.
Wirst Du auch so von alten Erinnerungen verfolgt?
Bin ich wirklich bereit diesen Atemzug zu meinem letzten zu machen?
Ist meine Brust schwer genug um jetzt los zu lassen?
Oder hoffe ich einfach nur dass irgendwer trauern wird?
Jedenfalls geht es jetzt so zu Ende.
Ich bin nicht mehr hier und ich erinnere mich auch nicht an viel.
Aber ich glaube ich wäre besser dran, wenn ich noch am leben wäre...
... wenn ich mit einem Freund darüber gesprochen hätte...
Lass mein Herz weiter schlagen, ich darf nicht aufgeben.
Da ist niemand auf der anderen Seite, hier ist nichts von dem was ich damals hatte.
Ich bin kein Geist der Dich heim sucht und Dir klar macht, dass ich noch da bin.
Hier ist nur das Ende meines Lebens, nicht mehr.
Keine Erinnerungen, nur Reue über den Tod.
Bitte folge nicht meinen Fußspuren, sondern sei dankbar für das was Du hast.
Montag, 29. April 2013
Ad Infinitum
Weißt Du damals noch, die Zeiten als wir noch jünger waren,wie wir uns gegenseitig die Ohren vollgejault haben?
Erinnere Dich wie viele Tage wir hinter uns gelassen haben und die Worte verliefen sich im Wind.
Weißt Du noch mein Freund als ich Dir sagte, dass ich mich nie ändern würde, an diesem kalten stürmischen Tag, da gab ich Dir das Versprechen Dich immer zu lieben. Ich meinte es ernst und ich meine es immernoch.
Wenn meine Augen das Meer sind, durch die Du Dir den Kopf verdrehen lässt, dann ist Dein Herz der Grund wieso ich die Füße auf dem Boden behalte.
Ich habe zugesehen wie die Welt sich dreht, immer mit erhobenem Haupt, mit den Füßen auf dem Boden, mit der Hoffnung in meinen Augen.
Ich liebe Dich, das schwöre ich und ich werde Dich nicht gehen lassen.
Das ist etwas, was ich Dich unbedingt wissen lassen musste.
Du umhüllst mich mit Deinem ganzen Sein und trägst mich hinaus in die offene See.
Das war schon immer so und wird auch immer so sein.
Donnerstag, 11. April 2013
Regen
Ist es nicht herrlich nach diesen ewigen Monaten in der Eiswelt endlich wieder den Regen zu riechen?
Montag, 8. April 2013
Affliction
Ich weiß nicht mehr wieso ich diesen Weg eingeschlagen habe. Ich habe keine Ahnung wann ich meinen Verstand verlor. Nun nach all' den Jahren weiß ich, dass ich einen anderen Weg hätte gehen müssen, aber ich weiß tief im Innern, dass ich es nie anders machen würde. Ich habe schlimme Dinge gesagt, ich habe damit Leute verletzt, ich war ganz unten im Dreck und ich weiß wie schwer es ist die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Aber in jedem von uns ist die Hoffnung auf einen Neuanfang.
Also auch wenn ich Deine Gefühle verletzt habe, wenn ich Dich zurück gelassen habe, vergiss bitte nie wie nah wir uns standen. Wir waren beide am Ende, aber ich musste zurück ins Leben finden. Ich habe es auch Deiner Stärke zu verdanken, sie hat mir auch durch schlimme Zeiten geholfen.
Ich weiß Du musstest durch die selbe Scheiße, auch wenn Du immer zu stolz warst es zuzugeben.
Jetzt fehlst Du mir und ich wünschte wir könnten noch eine gemeinsame Nacht verbringen und ich könnte Abschied nehmen. Vielleicht wirst Du mir irgendwann verzeihen.
Freitag, 5. April 2013
Wir geben uns mit dem zufrieden, was wir glauben zu verdienen
Das herzzerbrechendste an einem Streit ist, wenn man keine viertel Stunde zuvor seine einzig wahre Liebe am Auto vorbeihuschen gesehen hat und schmerzlichst daran erinnert wurde wie sehr diese Person einem fehlt. Und dann steht man da, in der Küche mit seinem Freund und streitet über Lappalien wie den nicht erledigten Abwasch, das undankbare Verhalten für die gewaschene Wäsche und gelangt letzen Endes zu Aussagen wie dass man den Anblick des anderen kaum noch ertragen kann ohne einen Brechanfall zubekommen. ... Dann Schweigen. ... Man geht ins Bett und am nächsten Tag tritt er einem vor die Augen und tut als wäre nicht gewesen, als wäre alles in Ordnung und in Wirklichkeit geht die ganze Misere wieder von vorne los. Die Uhr tickt, die Zeit läuft ab, noch circa zwei Tage bis zum nächsten Streit.
Traurigerweise habe ich nicht einmal eine Vorstellung von einem Traumprinz. Er muss nicht besonders gut aussehen, nicht besonders viel Geld haben und nicht besonders klug sein, aber es dürfte doch zu erwarten sein, dass diese Person mit der ich meine Zeit, mein Leben und meine Befindlichkeiten teile mir etwas zurück gibt, etwas wie Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Zugehörigkeit. Aber das ist nicht der Fall. Stattdessen darf ich mir von allen Seiten anhören wie gut ich es doch getroffen hätte. All' diese Leute würden es hier keine Woche aushalten. Mir ging es noch nie schlechter als in dem letzten halben Jahr und das sieht man mir leider auch an. Doch an der Situation was ändern? Dazu bin ich mal wieder zu feige. Was sollte ich auch tun? Er sagt er liebt mich, ich sage ich werde die Beziehung beenden, er schweigt, ich sage ich bin dann einfach weg ohne Abschied, ohne Nachricht, er umarmt mich, ich werde sauer und fange an zu weinen, er küsst mich, ich gehe. Immer wieder. So sehr ich auch Gespräche suche und versuche ihm klar zu machen, dass sich was ändern muss, Antworten bekomme ich nicht, nur sein leeren Blick der mich rasend macht, weil ich weiß, dass er mal wieder nichts denkt, oder ans Essen oder an sonst was, aber sich nicht darauf konzentriert was ich sage. Dann werde ich wütender vom Ton und bekomme als Antwort: ein Schulterzucken.
Nach diesen endlosen Streitereien bekomme ich einen enormen Selbsthass. Hass darauf, dass ich kein Zuhause habe in dem ich mich zurück ziehen könnte, Hass darauf, dass ich meine erste große Liebe so sehr vermisse und seit Monaten beinahe jede Nacht von ihr Träume, Hass darauf, dass ich die Person mit der ich jetzt zusammen bin nicht einfach so nehmen kann wie sie ist, Hass darauf, dass das letzte halbe Jahr einfach so verdammt schlecht gelaufen ist.
Ich möchte weg, ich weiß nicht, ob weglaufen oder gar nicht mehr existieren aber beim Gedanken an letzteres treibt es mir Tränen in die Augen weil es tatsächlich etwas gibt was mich hier hält und dieses Ungewisse, was daraus wird wenn es mich nicht mehr gibt lässt mich aus letzter Kraft durchhalten.
Warum geraten liebenswerte Menschen immer an die falschen? Weil wir uns mit dem zufrieden geben, was wir glauben zu verdienen.
Dienstag, 12. März 2013
Für immer...
Wenn ich Dein Lächeln sehe, laufen Tränen mein Gesicht hinunter.
Jetzt da ich stärker bin, habe ich herausgefunden, dass diese Welt immer kälter wird und es zerbricht mir meine Seele.
Ich weiß, dass ich immer einen Teil von Dir tief in meinem Herzen tragen werde.
Ich hätte Dich nie fallen lassen dürfen, ich würde Dich auch nie wieder fallen lassen.
Ich stehe jetzt zu Dir, für immer.
Ich bin jetzt für Dich da, egal was passiert, selbst wenn Dich zuretten bedeutet, dass ich sterbe.
Es ist schon okay.
Die Jahreszeiten ändern sich.
Die Wellen brechen.
Sterne fallen vom Himmel.
Die Tage werden länger und die Nächte kürzer.
Du bist meine einzig wahre Liebe.
Vergiss das niemals.
Ich bin für Dich da.
Bitte geh' nicht.
Bitte sage mir, dass Du bleiben wirst.
Bitte bleib.
Donnerstag, 7. Februar 2013
Prinzessinnen Fail
Das Jahr 2013 begann wie jedes andere Jahr auch, langweilig, grau in grau und mit übersteigerten Hoffnungen und Neujahrswünschen anderer Leute. Ich habe schon vor etlichen Jahren diesem Brauch abgeschworen und sitze lieber mit meinen Hunden auf der Couch und mache nichts. Tja, letztes Silvester wohl doof gelaufen, da ich da nicht mehr Zuhause wohnte sondern die Jahresüberbrückung bei meinen Eltern verbringen musste. Hurra.
Und selbst dieses Ereignis ist in die weite Ferne gerückt, weil ich für sowas nun keinen Blick mehr habe. Viel mehr habe ich so alles aus meinem Leben geworfen was mir auf die Nerven ging, mir im Weg stand, sich gegen mich gestellt oder mir den Weg erschwert hat.
Man kann nicht auf verschiedenen Partys tanzen und meine Party ist nun mein neues Zuhause. Ob es das auch bleiben wird weiß man nicht, das weiß man nie, aber für jetzt, für heute reicht es.
Die Hoffnung, dass eines Tages ein Prinz vorbei kommt und mich rettet, die starb schon vor langer Zeit, was aber auch daran liegt, dass ich keine gute Prinzessin bin. Es war ein wenig so wie mit Rapunzel, die von ihrer hässlichen Stiefmutter in den Turm eingesperrt wurde, doch kam bei mir eben kein Prinz, sondern hab ich mich da selbst rausgehievt vor vielen Jahren. Bin aber durch einen vergifteten Apfel Mitte letzten Jahres wieder dort gelandet. Nur konnte man mich diesmal nicht einsperren.
Ich schweife ab. Jetzt bin ich hier und sage ich es mal so... Ich war schon mal unglücklicher.
Es gibt anscheinend Menschen auf diesem Planeten die alles haben können, Geld, Glück, Liebe usw.
Dann gibt es Menschen, denen trotz akuter Faulheit und Ignoranz das Leben in den Arsch bläst.
Und dann gibt es mich, die egal welchen Weg sie einschlägt immer wieder auf die Nase fällt. So als würde sich mein Leben denken "Ha, nee, sooo nicht Fräulein" und dann geht alles von vorne los, nur schlimmer.
Es ist beinahe so als würde man immer wieder Diablo3 spielen, auf allen Schwierigkeitsstufen, erst Normal, dann Alptraum, Hölle, Inferno.
ABER irgendwer sagte mal, dass der sogenannte "Gott" uns nur so viel auferlegt wie wir ertragen können und ich vermute ganz stark, dass es das daher noch nicht gewesen ist, denn ich ertrag noch eine ganze Menge.
Vor allem dadurch dass ich jetzt den größten Ballast aus meinem Leben geschmissen habe.
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