Mittwoch, 28. November 2007

It's Not A Fashion Statement - It's A Fucking Death Wish


Manchmal ist es schwer zu akzeptieren, dass man gewisse Situationen nicht vorraussehen kann. Man muss sich auf so vieles einlassen, so vieles wortlos hinnehmen... vieles so akzeptieren wie es kommt.
Krankheit, Hunger, Krieg... verlorene Kinder und Familien, gebrochene Herzen, Schmerz, Trauer, Enttäuschung, Einsamkeit... Man fühlt sich verloren, missverstanden und verstoßen... Umso schwerer ist es in dieser kalten, grauen Welt etwas zu finden was einen auf bessere Tage hoffen lässt.

Aber dennoch habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich in einigen Bereichen meines Lebens alles, oder wenigstens der größte Teil,... zum Guten wenden wird, weil ich die tröstliche Gewissheit habe, dass ich jemanden hinter mir stehen habe, der für mich da ist und dafür bin ich dankbar.
Ich sehe es nicht als Selbstverständlichkeit an, keineswegs, denn das wäre falsch. Man kann einem Menschen nichts gemeineres antun als ihn für selbstverständlich zu nehmen.
Dennoch ist es ein gutes Gefühl zuwissen was man an einer Person hat und nochmehr wenn man weiß, dass man diese genauso glücklich macht.
Genau dieses Gefühl ist meine Wärme, mein Sonnenschein, mein Sommer in dieser kalten Jahreszeit.


Und wie Buddha eins sagte.... so denke auch ich:

Absolut alles in diesem Universum ist unbeständig.
Unbeständigkeit erzeugt Ungewissheit.
Ungewissheit bewirkt bei mir Unbehagen.
Unbehagen lässt mich blöde Sachen denken.
Blöde Gedanken bringen mich dazu blöde Sachen zu tun.
Blöde Sachen zu tun bewirkt ein unvorhersehbares Ergebnis.
Unverhersehbare Ergebnisse sind unbeständig.
Wie absolut alles in diesem Universum.
Wahnsinniges Universum, nicht wahr?!


Sonntag, 25. November 2007

And As Hope Drifts Away - We Were Left With Broken Dreams And Memories

Ich finde die Idee von der wahren Liebe ja ganz nett, aber ehrlich gesagt ... ich glaube nicht daran.
Im Moment bin ich mir nicht mal sicher ob ich es je getan habe.
Man kommt alleine auf die Welt und man wird sie auch einsam verlassen, wie man den Zeitraum zwischen diesen beiden Ereignissen gestalten ist größtenteils einem selbst überlassen. Doch warum sollte man sich Leuten anvertrauen, Gefühle zeigen, sich jmd. öffnen wenn man ohnehin enttäuscht und verletzt und verlassen wird?
Warum sollte man sich auf all die negativen Gefühle einlassen? Nur weil man die Hoffnung hat, dass man evtl. die wahre Liebe findet?
Die wahre Liebe, ... die es wahrscheinlich gar nicht gibt?

Eine Beziehung kann man mit einem vertrocknetem Busch in der Prärie gleichsetzen, nur ein Funke genügt und er geht in Flammen auf. Wuuusch!
Es ist nicht nur eine Frage der Zeit wann es in einem Häufchen Asche endet, es ist viel mehr so eine Art Glückssache.
Wenn man Glück hat steht der Wind günstig und der alles vernichtende Funke wird erlöschen bzw. nie den Busch treffen.
Wenn man Glück hat regnet es plötzlich und dieser Funke entsteht erst nicht... aber wird es dann nicht nur verzögert und ist es somit doch eine Frage der Zeit?
Ich weiß es nicht...

...das einzige was ich weiß ist, dass ich krampfhaft versuche mehr zu sein, als ein missglückter Zeitvertreib... dass ich versuche Etwas zu sein, evtl. etwas wofür es sich zu kämpfen, zu weinen, zu leben lohnt. Ein Grund um morgens aufzuwachen und abends nicht schlafen zu wollen.
Alles was ich suchte war ein Ursprung, ein tieferer Sinn hinter dieser ganzen "Ich liebe Dich" Fassade.
Ich kann Leute nicht ausstehen, die mir irgendwelche Lügen erzählen, nur damit ich sie im Gedächnis behalte. Die sind genauso falsch wie das Lachen einer verbitterten Witwe.
Ich habe Angst, dass sich nahestehende Personen verstellen, nur um einem zu gefallen und um einem zu verschweigen wer sie wirklich sind.
Ich habe es satt immerzu nach irgendetwas zu suchen, mir immerzu Fragen zu stellen, immerzu banale Dinge anzuzweifeln.

Ich bin nichts weiter als eine schlechte Schauspielerin, die in ihrer Rolle stecken geblieben ist.
In einer Rolle die ihr einst zeigte wie das Leben sein könnte, würde, sollte.
Das Textbuch ist schlecht, die Besetzung ein Witz, es gibt nicht mal gute Filmmusik - und kein Happy-End.
Die einzige Aufgabe des Films ist es eine Person zu unterhalten, welche .... welche mich so unbeschreiblich glücklich macht.
Ich habe so viel Angst diese Person zu verlieren, dass ich schon kurz davor war wegzulaufen und alles kaputt zu machen.
Ich möchte doch so gern ein Happy-End haben...

Aber während ich mich leise mit einer Verbeugung von meinem Publikum verabschiede und den Saal verlasse, ist alles was zurück bleibt nur ein verkorkstes Abbild meiner selbst auf einer viel zu kleinen Leinwand.
Das Interesse an diesem Film hatte die Person schon längst verloren, aber dennoch interessiert es sie mehr als die bittere Realität.

Ich habe es satt zu zweifeln, zu trauern, zu meckern, zu überlegen, zu denken... und am meisten habe ich es satt zu schreiben!

Alles was ich wollte war ein Funken - ein Funken Hoffnung!

Dienstag, 20. November 2007

Rose-Colored Sunsets And No Flowers For Me

Liebe Leserinnen und Leser,

holt eure Taschentücher raus und eine Schale Popcorn oder Taccos mit Käsedip.
Wer kennt das nicht: Man isst Junkfood, liegt tagelang ungewaschen im Bett in seinem verdunkelten-muffigem Zimmer, raucht eine Kippe nach der anderen, betrinkt sich sinnlos, verbraucht Taschentücher on mass, hört die herzzerreißende Musik der Kings Of Hearthbreaker: Ryan Adams und Damien Rice, sieht sich schlechte Filme an wie Die Brücken Am Fluss und Vom Winde Verweht und tut eigentlich alles, damit es einem noch schlechter geht als ohnehin schon.

Diagnose: Liebeskummer! Nervig, allgegenwärtig...


Wer würde nicht gerne darauf verzichten? Zumal sich mir immer wieder die Frage stellt warum sich Liebende zum Ende einer Beziehung immer so verletzen müssen. Pete Doherty sagte darauf mal „Because they can.“ Wo er recht hat.
Die traurige, grausame Wahrheit ist, dass es eine ganze Zeit dauert, den Menschen nicht mehr zu lieben, den man nicht mehr liebt.
Wenn man diese Problematik genauer betrachtet, lässt sie sich in drei Hauptphasen unterteilen.
Ich möchte euch jetzt nicht unbedingt erklären wie euer Liebeskummer abläuft, aber in gewisser Weise ist es so, oder so ähnlich... und ich kann euch auch keine Abhilfe verschaffen, es sei denn es ist euch ein Trost zu wissen, dass ihr noch ein Herz habt, wenn man es euch gebrochen hat oder, dass es Millionen anderen genauso ergeht.
Fadenverloren - zurück zu den Phasen. Sie scheinen von endloser Dauer, nie enden wollend. Die schlimmste Zeit im Leben, immer wieder auf's neue.


Phase 1: Der Schock!

Eine Mischung aus Verdrängung und Verwahrlosung.
Man will es noch nicht richtig wahr haben, denkt und hofft, dass es nur eine Laune war.
Mit positiven Gedanken á la "Morgen werden wir uns wieder in den Armen liegen und lieben!" lacht man evtl. noch über den Unsinn.
In den meisten Fällen starrt man dann stundenlang auf sein Handy oder Telefon, bei jedem Klingel rutscht einem das Herz in die Hose und man wird von Wutanfällen gepackt wenn er oder sie es nicht war, der/die anrief, man hört die Lieder die man damals immer zusammen gehört hatte, nur um sich die Illusion der Nähe zu wahren, man sieht eben genau diese triefend schnulzigen Liebesfilme, die ich vorhin erwähnte und isst seine lieblings Schokolade.

Phase 2: Allmähliches Durchsickern Der Abscheulichen Wahrheit!

Es ist aus, Schluss, vorbei. Ein Gefühlscocktail aus Wut, Trauer, Verzweiflung und Schmerz gekoppelt mit Rachephantasien und unkontrollierbaren Handlungen, wie zum Beispiel den (ex)Partner ständig anrufen und doch wieder auflegen, SMS schreiben, vor seinem Haus rumschleichen, an Orte gehen wo man sichfast sicher ist ihm oder ihr auch zubegegnen...
Das wichtigste um heil aus dieser Phase rauszukommen: Freunde mit einem nicht-reißen-wollenden-Geduldsfaden und Whiskey On The Rocks.

Eine zeitliche Garantie oder ein Hilfmittel wie man schnellstmöglich in Phase 3 schlittert gibt es leider nicht, bzw. ich wüsste keines.
Selbst wenn bin ich ohnehin der Auffassung, dass man mit seinen Gefühlen klar kommen sollte und sich mit der Realität anfreunden muss, dass es nicht mehr so ist wie es war und auch nie mehr so sein wird. Jeder muss da durch, jedem Menschen auf dieser Welt muss es einfach mal so dreckig gehen, das ist eine Art Gesetzt der Natur. Da kann man einfach niemanden raushelfen, man kann es für Herzgebrochene alles etwas erleichtern, aber beschleunigen oder abnehmen kann man es ihnen nicht.

Phase 3: Akzeptanz, Resozialisierung und Neuorientierung!

Wenn ihr in dieser Phase seid, dann habt ihr so gut wie gewonnen. Es beschreibt einfach nur das anfreunden mit der Idee, dass es jetzt wieder positiv weiter gehen kann.
Man lernt wieder Leute kennen, hat wieder Spaß, nähert und vertraut sich evtl. wieder jemanden an.
Es läuft praktisch auf Sätze wie "Zweifle nie das Universum an" hinaus. Man begreift, dass die Trennung eine Chance ist und evtl. stellt man später fest, dass es gut so war, weil man sonst XYZ nie kennen und lieben gelernt hätte.
Man fragt sich einfach nicht mehr "Wer ist jetzt bei ihm/ihr?" "Was macht er/sie jetzt?" "Wie konnte es soweit kommen?" "Haben wir noch eine Chance?"
Diese Fragen haben eine höchst rethorische Qualität, denn man wird es einfach nicht beantworten können.

Rückblickend auf meine letzten Beziehungen... Ich war meist nie wirklich die Verletzte oder Trauernde. Mir wurde bisher nur einmal das Herz gebrochen und es war die schlimmste, nicht enden wollende Zeit in meinem ganzen Leben. Daher finde ich es bewundernswert, wenn Menschen wieder lieben können, obwohl ihnen schon mehr als einmal das Herz gebrochen wurde.
Und ich finde es einfach nur schwachsinnig, wenn Menschen nicht mehr lieben wollen, aus Angst, dass es jemand noch mal tut. Dabei ist Liebe das schönste auf der Welt ... Ein Leben ohne Liebe ist meiner Meinung nach nicht lebenswert.
Ich bin zur Zeit glücklich, sehr glücklich, wahnsinnig glücklich und eigentlich erstaunt es mich grade selbst, dass ich über so ein Thema schreibe welches doch so ganz und gar nicht zu meiner Situation passt.

Aber die Wege der Herrin sind unergründlich! ;-)

Montag, 19. November 2007

Und Er Nannte Mich Die Ganze Zeit "Baby" ...

Nicht das es mir unangenehm gewesen wäre, denn eigentlich macht es mich total scharf, aber irgendwie merkte ich, dass mit mir etwas nicht stimmte. Während er es sagte hatte ich das Gefühl wirklich zu erröten.
"Was ist los, Baby?" Und schon wieder, ich konnte nicht mal verlegen lächeln.
Am liebsten hätte ich ihn angebrüllt, er solle doch aufhören mich so zu nennen, aber nein, ich hab ihn einfach nur angesehen und weiter mit ihm geredet, als sei alles in Ordnung, alles ok. Doch nichts war auch nur annähernd in Ordnung.
Nach gut 2h sinnfreier Konversation nahm er seine Gitarre und fragte mich ob ich Lust hätte mit ihm zu singen. Naja, an sich nichts schlimmes, aber wie er fragte. "Wollen wir den Song singen, den Du so gerne magst, Baby?" und dann dieses schüchterne Grinsen und der fordernde Blick. Mehr als nicken konnte ich nicht, selbst wenn ich nicht gewollt hätte.
"Baby, das hat doch alles nichts mit Sex zu tun, kein bisschen."
Sein Blick sagte aber was ganz anderes, und ich merkte wie irgendwas in der Luft lag.
Er klimperte etwas auf der Gitarre rum, sah mich an und fing an zu singen...

Silently reflection turns my world to stone. Patiently correction leaves us all alone. And sometimes I’m a travel man but tonight this engine's failing.

In meinem Kopf hatte ich, trotz seines wahnsinnigen Talents, den original Song, diese Dynamik. Das Lied schreit einfach nur nach schmutzigen Sex! Er sah mir direkt in die Augen während er sang und ich wusste nicht, wie ich meine Gefühle einordnen sollte, die ich just in diesem Moment hatte. Mir wurde warm und irgendwie war ich ziemlich aufgeregt aufeinmal... Er nickte als mein Part kam.

Kick the can, kick the can, skip and blackjack. Steal a car and ring a round-rosey. Rock and roll, candyland, boogeyman. Run away and give me your sneakers.


Es war Sex, nur auf eine andere Art und Weise. Nicht Sex im eigentlichen Sinne, vielleicht platonischer Sex oder so. Wir waren intim ohne uns auch nur zu berühren.
Aber so wie wir miteinander umgingen und wie die Atmosphäre zu dem Zeitpunkt war, hätten wir uns eigentlich die Klamotten vom Leib reißen und es wild und hemmungslos miteinander treiben müssen.


We began the weeping and wailing. A hurried high from pestilence pills and pride.
It’s a shame, we could have gone sailing, but heaven knows, heaven knows everything.
Tranquilize.


Und dann war es auch so - stille! Er sah mich an, kam etwas näher und und began nach dieser kurzen Pause wieder zu spielen, nochmal den Refrain und während wir singend einander anschauten fragte ich mich was ich da überhaupt machte. Klar eigentlich hatte ich ja nichts getan weswegen ich mir hätte schuldig vorkommen müssen, solche Gedanken sind ok, es ist menschlich.
Und dann legte er die Gitarre beiseite und tat das worüber ich die ganze Zeit nachgedacht hatte und was meine Befürchtung war. Die Situationsromantik hatte ein Opfer gefunden und einfach zugeschlagen. Er drückte mich auf's Bett, beugte sich über mich und fing an mich zu küssen und obwohl ich es nicht wirklich wollte, machte ich mit. Ich konnte nicht anders.
Er fing an mich auszuziehen, nicht grob oder so, wie man es aus manchen Filmen kennt, wenn 2 Teenager urplötzlich bumsen wollen, nein so war es nicht.
Nun ja, lag er also schließlich nackt über mir und küsste mich die ganze Zeit und streichelte mich und ich gebe ehrlich zu: Ich habe über nichts mehr nachgedacht.
Nach einem langen Vorspiel kamen wir denn zur Sache und das nicht zu wenig, nicht zu kurz.... Naja malt euch was in eurer Fantasie aus, denn meine Interpretation des Songs bezüglich seiner Dynamik war gar nicht mal so weit hergeholt, denn ich hatte noch nie besseren Sex gehabt.

Donnerstag, 15. November 2007

Für Mich Nur Er


Er ist die tiefste Nacht wenn der Schnee vom Himmel fällt.
Er ist wie sterbender Löwenzahn der in der Sommerbrise wippt.
Er ist der strahlendste Stern am Himmel welcher so wundervoll leuchtet.
Er ist die unbeschreiblichste Wolke die sich langsam dem Horizont nähert.
Er ist der hellste Sonnenschein wenn der Regen auf die Erde trifft.
Er ist der Tau der in der Morgendämmerung von den Blättern tropft.
Nun sitzt er da und singt ein Lied über die Liebe und seine Träume.
Und schon Stunden bevor wir uns kennen lernten hatte er mir mein Herz gebrochen!

Mittwoch, 14. November 2007

Vorfreude Auf's Erste Mal

Ich beginne grade in Weihnachtsstimmung zu verfallen und prompt stellt sich mir die Frage: Wie sieht meine Tanne dieses Jahr wohl aus. Nachdem ich alle Jahre wieder dazu verdonnert wurde mit all meiner Liebe solch Gewächs zu schmücken, obwohl ich die letzten 6 Jahre so wahnsinnig Anti-Weihnachten und Festtagstage war, überlege ich in meinem Modernisierungswahn und Originalitätszwang wie ich einen extravaganten Baum erstellen kann um ihn dann der Geschenke bringenden Familie zu präsentieren.
Apropos Geschenke, was wünscht man sich denn so? Noch eine Barbie kann ich nicht gebrauchen und eine Eisenbahn möchte ich auch nicht wieder haben,... obwohl ein ausrangiertes Raucherabteil seine Vorzüge mit sich bringen würde, denn dort könnte ich das gesammte kommende Jahr hocken und gegen das öffentliche Rauchbverbot anqualmen, gesetzesfreie Zone!
Und was bekommen die lieben Eltern? Wieder ein selbstgemaltes Bild mit Nudelrahmen oder was aus deren eigener Wohnung, was sie seit langer Zeit vermissen,weil man es nie zurück gebracht hat? Innovation ist schon so'ne Sache. Wie wäre es mit Raucherabteile, Gutscheine für Kinder-anruf-freie-Tage, selbstgeschriebene Erotik Romane, Pin Up Kalender mit Bildern vom Freund der Schwester oder Notebook Atrappen?

Und bevor ihr denkt "Ooh, was für eine doofe Kuh!" was ich äußerst unmöglich finden würde, möchte ich euch erklären, dass ich meine Haustiere nicht vor lauter Doofheit gegen eine Tasse Crack eingetauscht habe, sondern dass das ganze hier aus freien Stücken geschieht. Ok, eventuell bin ich etwas benebelt von meinen Weihnachts-Duft-Ölen aber ansonsten geht's mir gut.

Sonntag, 11. November 2007

Die Totale Exzentrizität

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe beschlossen meine Kolumnen weiter auszubauen, will heißen nicht nur im Internet sondern auch in einer neuen Art von Schülerzeitung, welche an meiner Schule noch nie dagewesen zu sein scheint. Daher kann man nicht einmal von einem Revival im eigentlichen Sinne sprechen, obwohl sich manche Leute sehr um eins bemühen.
Meins ist eher ein "Wir waren zwar da, doch wir kommen mit mehr Schmackes zurück denn je!"
Ich wollte schon immer mal ein großes Underground Projekt starten, wusste nur nie wie ich das anstellen sollte, doch da es unsere wahnsinnig populäre Anti-Cru gibt, habe ich die tolle Idee gehabt sie noch bekannter zu machen und das in einer Art und Weise wie die Schule bzw. die Schüler uns nicht so schnell vergessen.
Alles wahnsinnig diskret und spannend.

Was der Quatsch soll? entgegen dem Motto: "Eine Herbstdepression vermeidet man nicht - man pflegt sie!" stürze ich mich in ein gewagtes Projekt um mir Abhilfe zu verschaffen.
Apropos Herbstdepression, obwohl ich irgendwie zweigeteilt bin und alles tue um mein schon vorhandenes Stimmungstief weiter auszubauen (niederschmetternde Musik, schlechte Ernährung, langsames Egalwerden der Kleidung und gezielte Kontaktabbrüche zu Leuten, die sich Sorgen machen könnten) lenke ich gleichzeitig gegen an, merkwürdig.
Gefühle sind wohl nicht zum vermeiden da. Eher stiften sie Verwirrung.
Merkt ihr wie ich langsam versuche in ein anderes Thema zu gleiten?
Und was haltet ihr von Sonnenbrillen im Herbst/Winter? Sexy, nicht wahr? Wohl kaum, ich finde nicht. Ich finde einen zufällig entblößten Männerpo sexy, aber Sonnenbrillen bei solch unschönem Wetter? Sonnenbrillen im Herbst/Winter sind wie Schlittschuhe in der Wüste.
Ebenso unsinnig wie solches sind Badewannen in der Küche und man(n) behauptet sogar, dass dies eines unserer tiefsten Wünsche sei.
Aber wahrscheinlich haben die Herren wieder irgendeinen Erotikthriller mit Scarlett Dingsbums gesehen, in welchem diese eine aufpeitschende Badewanne-in-der-Küche-Szene mit Clive Owen hat, was denn für den Badewanneninstallationswahn in Mädchenküchen mit 6-Quadratmeter-Kochnische-ich-bade-und-koche-zugleich gesorgt hat und das wohl überall auf der Welt.

Nun, da ich heute nicht mehr weiß, was ich euch noch berichten könnte, gebe ich euch einen kleinen Vorgeschmack auf meine nächste Kolumne,.... sie wird sich mit Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie beschäftigen.
Ich sehe eure fragenden Blicke richtig vor mir. Zur Erklärung des Wortes komme ich denn morgen. Und falls ihr darunter leiden solltet: Keine Angst. ^^

So, ich reiße mir jetzt alle Klamotten vom Leib und springe vor Lust schreiend in meine Küchenwanne.
Gute Nacht meine Fans!

Mittwoch, 7. November 2007

Die Nicht So Hübsche Prinzessin

Das ist die Geschichte von einem Mädchen, welches so sehr weinte, dass sie die ganze Werlt ertränkte. Und während sie dauernd so traurig auf Fotos aussah, merkte er, dass er in sie verliebt war, wenn sie lachte.
Wie viele Tage im Jahr wachte sie mit Hoffnungen auf und fand letztendlich doch nur Enttäuschung?
Und er war so unaufrichtig und gab ihr leere Versprechen, die ganze Zeit wie sie so vor ihm stand mit ihren kaputten Schuhen und zerrissenen Hosen.
Wie viele Tage verschwanden im Nirgendwo, während sie in den Spiegel sah?
Sie fragte sich, wieso sie sich solche Klamotten aussuchte, denn nie trugen sie sich am nächsten Tag so gut, wie gestern und niemals fiel ihr Haar so schön wie heute.
Jeden Tag lief alles aus dem Ruder.
Wie viele Liebhaber sind ihr geblieben? Sie gingen alle, jeden Tag, für alle Zeiten.
Wie sollte sie es denn zu Ende führen, während er die ganze Zeit auf ihre Lippen sah, auf die Worte die aus ihrem Mund kamen. Wenn er die ganze Zeit auf ihre kaputten Schuhe und ihre zerrissenen Hosen sah?
Wie wird es heute sein, wenn er mit ihr weit weg geht? Zu weit für ihre Schuhe und zu weit, als dass sie diese Klamotten tragen könnte... und ihr Haar fiel nie so schön wie heute.
Das ist die Geschichte von einem Mädchen, welches so hübsch war, aber ihr Gesicht vor der Welt versteckte. Und während sie so traurig auf Fotos aussah, merkte er, dass er in sie verliebt war, wenn sie lachte.
Verliebt in das Mädchen, welches so sehr weinte, dass sie die ganze Welt ertränkte.

Dienstag, 6. November 2007

Gegenwärtige Glücksvorstellungen Unserer Gesellschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht es um eine sehr philosophische Sache und obwohl ich nicht gewillt bin mich mit derartig komplexen Themen auseinander zusetzen, fand ich es für mich persönlich einfach wichtig und unumgänglich.
Das Interesse wurde diesmal von meinem Freund geweckt, durch einen Film.
In dem Film ging es grob gesagt darum, wie man mit Glück durchs Leben kommen kann ohne Konsequenzen tragen zu müssen oder sich irgendeine Platte zu machen.

Das Thema Glück wurde von so vielen Philosophen auseinander gepflückt und von dutzenden Blickwinkeln aus begutachtet, dass man doch der Auffassung sein könnte, dass nun endlich jemand diesen Begriff konkret präzisieren kann.
Doch leider ist dem nicht so, statt dessen gibt es von jedem Philosophen eine andere Definiton bzw. Auffassung, doch im Endeffekt ähneln sie sich doch alle und jeder hat irgendwo recht und irgendwo nicht. Wobei man bei so einer persönlichen Auffassung nicht unbedingt unrecht haben kann.
Fraglich bleibt für mich immer noch wieso man damals als intelligenter, gebildeter, alles definierender Philosoph nicht einmal die Menschen, das Volk, die Gesellschaft befragt hatte um heraus zu finden was deren Meinung über Glück ist und wie sie die ganze Geschichte sehen.

Mir geht es also um die gegenwärtige Gesellschaft und ihrer Vorstellung von Glück. Die meisten beziehen sich auf Liebe und Zuwendung, aber auch auf Gesundheit und Erfolg.
Doch was ist Glück eigentlich, im Prinzip nur ein Wort, welches einen Zustand bzw. ein Gefühl beschreibt.
Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich gestehen, dass ich mein ganzes Leben lang Glück hatte. Egal was ich getan habe, egal wie ich etwas vergeigt hatte: Ich hatte immer Glück.
Sicherlich war ich nicht immer froh oder eben glücklich, aber ich hatte Glück. Das ist so eine Sache, das eine ist eben akut und das andere chronisch. Wie eben mit einer Lungenentzündung und einer chronischen Bronchitis.
Manchmal hatte ich mir gewünscht, dass andere mehr Glück haben würden als ich und an anderen Tagen kam ich mir vor, als hätte das Glück mich verlassen, aber aus jetziger Sicht ist es wahnsinnig erstaunlich.
Um so entsätzlicher finde ich es, wenn unsere Gesellschaft Glück an trivialen Dingen wie Erfolg misst, sicherlich kann manch einer heute schon von Glück sprechen, wenn er/sie einen Job bekommt, dennoch... Ist Gesundheit und Liebe nicht viel wichtiger? Ich habe da mal wieder ein wunderschönes Zitat:

Leben ist Glück - Glück ist Liebe - nur die Liebe lässt uns Leben!

Glück ist ... so eine Sache. Alle günstigen Ereignisse treffen zusammen und es passiert plötzlich etwas, aber ohne irgendeine Planung oder so. Der optimale Moment ist da, der Glücksmoment. Und dann... dann geschieht wieder etwas und es ist alles wieder vorbei.

Sonntag, 4. November 2007

Never Wanted Anyone More Than I Wanted You


He seems dressed in all of me. Stretched across my shame.
All the torment and the pain, leak through and covered me.
I'd do anything to have him to myself, just to have him for myself.
Now I don't know what to do ... When he makes me sad.

He is everything to me. The unrequited dream.
A song that no one sings. The unattainable.
He's a myth that I have to believe in. All I need to make it real is one more reason.
And I don't know what to do ... When he makes me sad.

He is everything and more... The solemn hypnotic.
My Dahlia, bathed in possesion.
I get nervous, perverse, when I see him - it's worse.
But the stress is astounding.
It's now or never: He's coming home... Forever!

Donnerstag, 1. November 2007

Alkohol macht Kinder Froh Und Erwachsene Ebenso

Liebe Leserinnen und Leser,

meine heutige Kolumne beschäftigt sich mit dem Thema des Alkoholkonsums unserer Jugend/Generation.
Der Titel ist keinesfalls positiv gemeint und sollte demnach nicht zu ernst gesehen werden - um euch jetzt mal alles vorweg zu nehmen, geht einfach neutral auf den folgenenden Text zu.

Auffällig ist, dass vor allem in den jüngeren Kreisen, der Konsum alkoholischer Getränke als toll, kuhl und angesehen gilt. Je mehr man abkann (oder auch nicht), desto höher steht man in der Gruppe.
In der "älteren Generation" (und ich zähle mich mal ganz eingebildet dazu) ist es eher eine Art "Nebenbeschäftigung" und Genuss neben dem normalen Beisammensein. Man trinkt doch eher weil es schmeckt, weil die Gesellschaft angenhemer, lockerer wird und man evtl. noch auf schlechte Parties gehen kann ohne sich zu langweilen.
Ich persönlich vertrage auch nicht wirklich viel von dem teufels Zeug, dennoch wurde ich deswegen nie ausgelacht, ausgestoßen oder sonstiges. Wenn ich aber immer diese 16 jährigen Teens höre "Oh Heinzi hat schon wieder gekotzt, voll unkuhl, der kann ja gar nichts ab und Manni lag im Krankenhaus nach der Flasche Captain Coma, dem musste sogar der Magen ausgepumpt werden, mit dem will ich nicht mehr sprechen!" ... da wird mir schlecht. Und die Mädels finden es noch toll. "Ich bin seit 2 Wochen mit Mathis zusammen und ich kenn ihn nur betrunken, der ist so rebellisch, dass er sogar nach der Schule ein Bier trinkt und nach Hause torkelt!"
Ich verstehe das nicht und werde dafür auch nie Verständnis zeigen.
Zugegeben, sinnlose Besäufnisse mag es auch bei uns geben und teilweise sind das wirklich die lustigen aller Gründe weswegen man trinkt, aber mit Coolness hat das ganze rein gar nichts zu tun.
Ehrlich gesagt habe ich den letzten 4 Wochen ohnehin mehr getrunken als das halbe Jahr davor, aber nur weil es sich so ergeben hat oder es eben zum gesellschaftlichen Beisammensein gepasst hatte. Nur weil man trinkt heißt es nicht gleich, dass man wahnsinnig betrunken irgendwo in der Ecke liegt oder wie beim Scheunenpietz als Schnapsleiche endet. Humbug!
Dennoch bin ich stark für Alkohol ab 18 (und wenn ich 21 bin meinet wegen auch ab 21)!
Sicherlich kommen die kleinen, raffinierten, sauf-süchtigen Racker immer auf die eine Art und andere Weise an Alkohol, aber vielleciht sollte man einfach mal mehr kontrolieren. Ich für meinen Teil konnte damals kaufen was ich wollte, erst als ich denn 18 war wurde ich zum ersten Mal gefragt ob ich denn einen Ausweis hätte und das auch erst 1 oder 2 mal.
Jetzt denkt ihr sicherlich "Ha, denn fragen sie einfach jemanden der 18 ist!" Ja, da liegt dann auch schon die Lücke in meinem Plan, die ich nicht zu schließen vermag. Würde mich jemand fragen würde ich entweder auf's Restgeld bestehen oder vom gewünschten Alkohol 1/4 abhaben wollen. Gierig möchte ich nun auch nicht sein.
Vielleicht sollte man an den Verstand der über 18 jährigen appelieren und auf den Geiz und die Dummheit der Jugend setzen. Keine Ahnung, ein Problem was gelöst werden will/soll aber nicht kann. Schwierig, schwierig.
Ein Anfang machten damals ja schon die Medien als sie keine Alkoholwerbung vor 20:00 Uhr zeigten, dennoch wird es zu sehr als "Genussmittel" dargestellt und nicht als (wenn auch legale) Droge was es wirklich ist.
Ich weiß dazu leider nichts mehr zu sagen, außer Kinder: Drugs Are Bad, m'kay?!