Montag, 20. Mai 2013
Pfiffi
Ich wünschte die Menschen wären weniger "ich-bezogen" und würden mehr Rücksicht auf ihre Umwelt nehmen. Wenn ich so neben ihm sitze und er unaufhörlich vor sich hin meckert und blubbert, über kleinste Belanglosigkeiten, so möchte ich ihm am liebsten nehmen und ihm mein Knie in die Fresse rammen. Würde er sich doch nur Gedanken um die wichtigen Dinge im Leben machen, doch die werden bis auf den letzten Drücker aufgeschoben, weit hinten im Hirn versteckt und verdrängt. "Kann ich doch nichts für"... ich schwöre, wenn ich diesen Hirnlosen Spruch noch einmal höre, dann packe ich ihn an seinen Haaren und donner seinen hohlen Schädel gegen die Wand. Es gibt dutzende Dinge für die er was kann, die meisten Dinge wegen derer ich mies drauf bin sind allein von ihm verursacht. Man kann es ihm lang und breit erklären, ich bin gut im erklären. Ausführlich, sachlich, ... für Doofe nicht zu vergessen. Dennoch geht das nicht in sein zermatschtes Gehirn. Erst wenn ich zur Tür raus bin, nicht mit einem Bein, sondern mit beiden, dann kommt er winselnd wie ein Köter auf mich zu, leckt mir die Knöchel, fleht mich an nicht zu gehen, verspricht sich zu bessern. Nun geben wir Pfiffi so circa zwei Wochen Zeit und das ganze Theater geht von vorne los. Er will sich nicht ändern. Man kann es ihm sooft in die Stirn ritzen wie man will, er lernt nicht, weder aus seinen Fehlern noch sonst irgendwie. Er ist wie ein Kleinkind, ein fetter Fünfjähriger, mehr Auffassungsgabe hat er nicht. Hat grade gelernt wie er sich am Pimmel spielt und tut als wäre er schon erwachsen. Doch was es heißt erwachsen sein zu müssen, das weiß er nicht. "Wird schon alles gut", kommt es aus seinem Schandmaul, aber da spricht nicht der hoffnungsvolle Optimist, da spricht der kleine Junge, der nicht einsehen und verstehen will, dass nicht einfach so immer alles gut wird. Damit etwas gut wird, muss man auch was dafür tun. Aber er hat nicht die Fähigkeiten das zu verstehen, ob ich es ihm erkläre oder nicht, ihm ein Bild male oder vortanze. Sabbernd sieht er mich mit leeren Augen an, widert mich an, treibt mich in die Wahnsinnigkeit. "Und doch..." wollt ihr hören, ein Happy End, ein "aber ohne ihn kann ich nicht leben" oder "dennoch ist er alles was ich begehre" - aber so etwas bekommt ihr von mir nicht. Es gibt kein Happy End, nicht für jeden von uns und ich vermute eher für die wenigsten. Mein Happy End ist der Tag an dem ich einschlafen und nie wieder aufwachen muss um mir dieses verblödete Gesindel anzutun.
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