Dienstag, 6. November 2007

Gegenwärtige Glücksvorstellungen Unserer Gesellschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht es um eine sehr philosophische Sache und obwohl ich nicht gewillt bin mich mit derartig komplexen Themen auseinander zusetzen, fand ich es für mich persönlich einfach wichtig und unumgänglich.
Das Interesse wurde diesmal von meinem Freund geweckt, durch einen Film.
In dem Film ging es grob gesagt darum, wie man mit Glück durchs Leben kommen kann ohne Konsequenzen tragen zu müssen oder sich irgendeine Platte zu machen.

Das Thema Glück wurde von so vielen Philosophen auseinander gepflückt und von dutzenden Blickwinkeln aus begutachtet, dass man doch der Auffassung sein könnte, dass nun endlich jemand diesen Begriff konkret präzisieren kann.
Doch leider ist dem nicht so, statt dessen gibt es von jedem Philosophen eine andere Definiton bzw. Auffassung, doch im Endeffekt ähneln sie sich doch alle und jeder hat irgendwo recht und irgendwo nicht. Wobei man bei so einer persönlichen Auffassung nicht unbedingt unrecht haben kann.
Fraglich bleibt für mich immer noch wieso man damals als intelligenter, gebildeter, alles definierender Philosoph nicht einmal die Menschen, das Volk, die Gesellschaft befragt hatte um heraus zu finden was deren Meinung über Glück ist und wie sie die ganze Geschichte sehen.

Mir geht es also um die gegenwärtige Gesellschaft und ihrer Vorstellung von Glück. Die meisten beziehen sich auf Liebe und Zuwendung, aber auch auf Gesundheit und Erfolg.
Doch was ist Glück eigentlich, im Prinzip nur ein Wort, welches einen Zustand bzw. ein Gefühl beschreibt.
Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich gestehen, dass ich mein ganzes Leben lang Glück hatte. Egal was ich getan habe, egal wie ich etwas vergeigt hatte: Ich hatte immer Glück.
Sicherlich war ich nicht immer froh oder eben glücklich, aber ich hatte Glück. Das ist so eine Sache, das eine ist eben akut und das andere chronisch. Wie eben mit einer Lungenentzündung und einer chronischen Bronchitis.
Manchmal hatte ich mir gewünscht, dass andere mehr Glück haben würden als ich und an anderen Tagen kam ich mir vor, als hätte das Glück mich verlassen, aber aus jetziger Sicht ist es wahnsinnig erstaunlich.
Um so entsätzlicher finde ich es, wenn unsere Gesellschaft Glück an trivialen Dingen wie Erfolg misst, sicherlich kann manch einer heute schon von Glück sprechen, wenn er/sie einen Job bekommt, dennoch... Ist Gesundheit und Liebe nicht viel wichtiger? Ich habe da mal wieder ein wunderschönes Zitat:

Leben ist Glück - Glück ist Liebe - nur die Liebe lässt uns Leben!

Glück ist ... so eine Sache. Alle günstigen Ereignisse treffen zusammen und es passiert plötzlich etwas, aber ohne irgendeine Planung oder so. Der optimale Moment ist da, der Glücksmoment. Und dann... dann geschieht wieder etwas und es ist alles wieder vorbei.

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