Ich finde die Idee von der wahren Liebe ja ganz nett, aber ehrlich gesagt ... ich glaube nicht daran.
Im Moment bin ich mir nicht mal sicher ob ich es je getan habe.
Man kommt alleine auf die Welt und man wird sie auch einsam verlassen, wie man den Zeitraum zwischen diesen beiden Ereignissen gestalten ist größtenteils einem selbst überlassen. Doch warum sollte man sich Leuten anvertrauen, Gefühle zeigen, sich jmd. öffnen wenn man ohnehin enttäuscht und verletzt und verlassen wird?
Warum sollte man sich auf all die negativen Gefühle einlassen? Nur weil man die Hoffnung hat, dass man evtl. die wahre Liebe findet?
Die wahre Liebe, ... die es wahrscheinlich gar nicht gibt?
Eine Beziehung kann man mit einem vertrocknetem Busch in der Prärie gleichsetzen, nur ein Funke genügt und er geht in Flammen auf. Wuuusch!
Es ist nicht nur eine Frage der Zeit wann es in einem Häufchen Asche endet, es ist viel mehr so eine Art Glückssache.
Wenn man Glück hat steht der Wind günstig und der alles vernichtende Funke wird erlöschen bzw. nie den Busch treffen.
Wenn man Glück hat regnet es plötzlich und dieser Funke entsteht erst nicht... aber wird es dann nicht nur verzögert und ist es somit doch eine Frage der Zeit?
Ich weiß es nicht...
...das einzige was ich weiß ist, dass ich krampfhaft versuche mehr zu sein, als ein missglückter Zeitvertreib... dass ich versuche Etwas zu sein, evtl. etwas wofür es sich zu kämpfen, zu weinen, zu leben lohnt. Ein Grund um morgens aufzuwachen und abends nicht schlafen zu wollen.
Alles was ich suchte war ein Ursprung, ein tieferer Sinn hinter dieser ganzen "Ich liebe Dich" Fassade.
Ich kann Leute nicht ausstehen, die mir irgendwelche Lügen erzählen, nur damit ich sie im Gedächnis behalte. Die sind genauso falsch wie das Lachen einer verbitterten Witwe.
Ich habe Angst, dass sich nahestehende Personen verstellen, nur um einem zu gefallen und um einem zu verschweigen wer sie wirklich sind.
Ich habe es satt immerzu nach irgendetwas zu suchen, mir immerzu Fragen zu stellen, immerzu banale Dinge anzuzweifeln.
Ich bin nichts weiter als eine schlechte Schauspielerin, die in ihrer Rolle stecken geblieben ist.
In einer Rolle die ihr einst zeigte wie das Leben sein könnte, würde, sollte.
Das Textbuch ist schlecht, die Besetzung ein Witz, es gibt nicht mal gute Filmmusik - und kein Happy-End.
Die einzige Aufgabe des Films ist es eine Person zu unterhalten, welche .... welche mich so unbeschreiblich glücklich macht.
Ich habe so viel Angst diese Person zu verlieren, dass ich schon kurz davor war wegzulaufen und alles kaputt zu machen.
Ich möchte doch so gern ein Happy-End haben...
Aber während ich mich leise mit einer Verbeugung von meinem Publikum verabschiede und den Saal verlasse, ist alles was zurück bleibt nur ein verkorkstes Abbild meiner selbst auf einer viel zu kleinen Leinwand.
Das Interesse an diesem Film hatte die Person schon längst verloren, aber dennoch interessiert es sie mehr als die bittere Realität.
Ich habe es satt zu zweifeln, zu trauern, zu meckern, zu überlegen, zu denken... und am meisten habe ich es satt zu schreiben!
Alles was ich wollte war ein Funken - ein Funken Hoffnung!
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